Über Aronia

Über Aronia

Kurze Geschichte

Die Aroniabeere und ihre Wirkstoffe haben bereits eine sehr lange und bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika wo sie von den Ureinwohnern wegen ihrer robusten Art als Heilpflanze sehr begehrt war. Sie erkannten in dem unscheinbaren Strauch, der alle möglichen Wettereinwirkungen mühelos überstand, und den damals nicht besonders wohlschmeckenden Früchten, die kraftspendende Wirkung der Aronia. In getrocknetem Zustand halfen die kleinen Wunderbeeren den Menschen bereits damals gesund durch den harten und kargen Winter zu kommen.
Für eine sehr lange Zeit war das Wissen um die enorme Heilwirkung der Aronia jedoch verborgen, denn die Neuankömmlinge aus Europa hatten nicht sehr viel übrig für die kleinen blauen Beeren, die ihrem Geschmackssinn nicht entsprachen und rotteten leichtfertig die Pflanze zugunsten anderer Nutzpflanzen wie Mais beinahe aus.
Aber Aronia wäre nicht Aronia, hätte sie nicht auch diese schwierige Zeit überstanden. Schließlich gelang die Pflanze nach Russland, wo sie seitdem sehr als Allheilmittel für viele Arten von Erkrankungen geschätzt wird. Ihr Anwendungsgebiet reicht von Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen über Stoffwechselerkrankungen und Verbesserung und Erhaltung der Sehkraft bis hin zu Tabletten gegen Strahlenschäden. In den frühen 1950ern begann der berühmte sowjetische Botaniker Mitschurin auch mit den ersten wissenschaftlichen Versuchen dieser „Superpflanze“. Seine Erkenntnisse lieferten den späteren Grundstein für die Anwendung der Aronia in der Humanmedizin.
In den frühen 1970ern gelang die Pflanze von Polen in die damalige DDR, wo sie seitdem erfolgreich angebaut und seit dem Mauerfall auch in ganz Deutschland immer bekannter und beliebter wird.

Biokaktive/Sekundäre Pflanzenstoffe

Als wichtigste Wirkstoffe weist die Aronia einen enormen Gehalt an bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen auf. Hier seien im Besonderen die Anthocyane und Phenole erwähnt. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, die in sehr vielen Beeren und anderen Obstsorten vorkommen, können sich sehr positiv auf unser Immunsystem, die Blutbildung und die Gefäßstärkung auswirken. Der Gehalt dieser brillanten kleinen Helfer liegt bei der Aronia deutlich über dem anderer Beeren oder sonstiger Obstsorten.

Hier ein kleiner Vergleich des Anthocyan- und Phenolgehalts der
Aronia mit anderen gesundheitsfördernden Beeren:

Vergleich des Anthocyan- und Phenolgehalts der Aronianeere

Die sekundären Pflanzenstoffe der Aronia wirken, wie die meisten anderen sekundären Pflanzenstoffe, entzündungshemmend und antioxidativ. Sie sind die wichtigsten Bestandteile der Aronia, wenn es darum geht, ihre positive Auswirkung auf den menschlichen Organismus zu begründen. In der Natur braucht die Pflanze diese Stoffe, um sich vor Schädlingen zur Wehr setzen zu können. Da die Aronia überdurchschnittlich viele sekundäre Pflanzenstoffe aufweist, gelingt ihr das auch außergewöhnlich gut. Die Aronia ist wohl eine der anspruchslosesten Nutzpflanzen, die es gibt. Sie ist winterhart und bedarf keiner besonderen Pflege. Auch der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden ist vollkommen unnötig, da es bisher keine bekannten Schädlinge gibt, vor denen man die Aronia schützen müsste.
Vereinfacht gesagt, gibt die Aronia durch den Saft ihrer schmackhaften Beeren und vor allem aus den Produkten, die aus der Schale entstehen, dem sog. Trester, einen Teil von diesem robusten Bollwerk der Natur an uns Menschen ab und kann uns somit aus dem Inneren stärken.

Vitamine und Mineralstoffe

Beinahe alle für den Menschen notwendigen Vitamine sind in der Aronia enthalten. In dieser Tabelle sehen Sie die in der Aronia vorkommenden Vitamine und deren möglicher positiver Einfluss:

Vitamin A Immunsystem und Sehkraft
Vitamin E Schützt Zellen vor oxidativem Stress
Vitamin B1 (Thyamin) Wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus
Vitamin B2 (Riboflavin) Gut für das allgemeine Nervensystem/Energiestoffwechsel
Gut für die Bildung roter Blutkörperchen
Vitamin B6  trägt zur Verringerung von Müdigkeit bei
Vitamin C Energiestoffwechsel, beugt Müdigkeit vor, antioxidative Wirkung
Vitamin K für Knochen
Folsäure Trägt zum Gefäßschutz bei, ist unerlässlich für die gesunde Ausprägung des zentralen Nervensystems bei der Fötus-Bildung
Biotin Für Haare, Haut und Schleimhäute
Niacin Für das Nervensystem
Pantothensäure  trägt zur Verringerung von Müdigkeit bei

Zudem enthält die Aronia auch viele wertvolle Mineralstoffe.
Hier eine Zusammenfassung:

Mineralstoff mg/l Direktsaft
(Ara 2002)
mg/100g
Trockensubstanz
(Salas Kastilio 1993)
mg/100g Frischegew.
(Tanaka und Tanaka 2001)
Natrium 5,0 k.A. 2,6
Kalium 2850 k.A. 218
Calcium 150 k.A. 32,2
Magnesium 140 k.A. 16,2
Schwefel 54 k.A. k.A.
Jod k.A. 0,0064 k.A.
Kupfer 0,5 k.A. 0,044
Mangan 7 k.A. 0,175
Zink 1,3 k.A. 0,147
Eisen 4 k.A.  0,93

Wirkung der Antioxidantien

Täglich bilden sich in unserem Organismus winzige Teilchen, die nur im Sinn haben, dort für viel Unruhe zu sorgen – die sogenannten freien Radikale. Dieser ganz normale Vorgang im menschlichen Organismus kann durch oxidativen Stress zu einer überproportionalen Bildung von freien Radikalen führen. Mittlerweile weiß man, dass die freien Radikale unzählige Krankheiten auslösen können. Darunter fallen die Volkskrankheiten Krebs und Rheuma sowie viele Stoffwechselerkrankungen, viele Arten von Hautkrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen und sogar Alzheimer. Es gilt also der überproportionalen Bildung der freien Radikale Einhalt zu gebieten. Als Maßnahme sollte man natürlich einen allgemein gesunden Lebensstil präferieren. Dazu gehört, dass man auf seine Ernährung achtet und sich so wenig wie möglich anderen Erzeugern von freien Radikalen, wie z.B. Rauchen, unnötigen Flugreisen oder Stress, aussetzt. Zusätzlich sollte man seinen Körper auch aktiv vor den nicht immer vermeidbaren Begegnungen mit den Auslösern von freien Radikalen, wie z.B. chronischen Entzündungen, Umweltgiftablagerungen in Lebensmitteln oder Medikamenten, schützen.
Der regelmäßige Konsum des Aronia Muttersafts ist so eine aktive Maßnahme.
Die überdurchschnittlich häufig in der Aroniabeere vorkommenden Polyphenole sowie im Besonderen die Anthocyane und die Proanthocyanidine, machen die hoch antioxidative Wirkung des Saftes aus und haben einen positiven Effekt auf die Prävention vieler Krankheiten. So vor allem auch auf die Entstehung der häufigsten Todesursache in Deutschland, der Herz-Kreislauferkrankung. Die enorme Schlagkraft der einzigartig vielen Anthocyane im Aroniasaft, bewirkt somit eine Reduzierung des oxidativen Stresses und trägt dazu bei die Zellen  vor dem „Verfall“ zu schützen.

Positive Wirkung beim Sport

Sport, so ist es allgemein bekannt, sollte man doch machen, um sich fit zu halten und gesund zu bleiben. Aber wussten sie, dass zu viel Sport auch nicht gesund ist? Bei sehr kraftraubenden sportlichen Tätigkeiten wie Bodybuilding oder extremen Bergläufen wird der Körper von Innen geschwächt. Die Bildung von freien Radikalen wird nach solchen Betätigungen überdurchschnittlich mehr angeregt, was zu oxidativem Stress führt und somit auf unseren kompletten Organismus eine schlechte Wirkung haben kann. Der regelmäßige Konsum von Aronia nach solch „schweren“ Sportarten kann diesem Phänomen entgegenwirken.

Studien

In den letzten Jahrzehnten wurden bereits mehrere wissenschaftliche Studien zur Auswirkung der Aronia durchgeführt. Exemplarisch sind hier einige der Studien kurz erläutert.

Antioxidative Aktivität und oxidativer Stress
(Kowalczyk, Kopff et al. 2002 sowie Pilaczynska-Szczesniak et al. 2005)

Ein „vivo-Versuch“ zur Feststellung der Wirkung von Aroniasaft auf oxidativen Stress beim menschlichen Organismus wurde von Pilaczynska-Szczesniak durchgeführt. Dazu wurden Probanden durch Training an einem Ruderergometer körperlich belastet. Bei Diesen wurden die Veränderungen der Biomarker (messbare Produkte vom Organismus) im Blut vor dem Training, direkt  danach und 24 Stunden später gemessen. Es zeigte sich hierbei, dass bei einer täglichen Aufnahme über einen Monat der Versuchspersonen von 150 ml Aroniasaft (23 mg ACs/100 ml Saft) die Konzentration von oxidativem Stress nachließ.

Schutz vor einer Throbozytenaggregation (Ryszawa et al. 2006)

Die Studie beschreibt den positiven Einfluss von Aroniaextrakten auf die Thrombozyten-Aggregation bei Menschen mit kardio-vasculären Risikofaktoren. Die Aroniaextrakte verursachten eine konzentrationsabhängige Minderung der Superoxidproduktion bei Menschen mit den oben beschriebenen Risikofaktoren.

Schutz vor erhöhten Blutfettwerten (Valcheva-Kuzmanova et al. (2006)

Es zeigte sich, dass Aronia-Saft bei einer hochcholesterinreichen Ernährung eine Blutfett senkende Wirkung hat. Vor und nach der Fütterung von Aroniasaft an Ratten wurden die Veränderungen der Leber und der Aorta gemessen. Bei einer Einnahme von 5, 10 und 20 ml Aroniasaft pro kg Körpergewicht über einen Zeitraum von 30 Tagen änderte sich die Anzahl der Plasmalipide, bei normal gefütterten Ratten nicht. Bei den mit einer 4%igen cholesterinhaltigen Nahrung gefütterten Ratten wurde eine Erhöhung des Plasma-Cholesterins, des LDL-Cholesterins und der Triglyceride verhindert.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Einnahme von Aroniasaft die Blutfettwerte konstant halten und sogar verbessern kann.

Positiven Einfluss auf Diabetes mellitus Typ 2 (Simeonov, Botushanov et al. 2002)

Die Studie zeigt, dass die Aufnahme von Aroniasaft einen positiven Einfluss auf den Blutglucosespiegel von Diabetes mellitus Typ 2-Patienten hat. Es wurden der Blutglucosegehalt, der HbA1c-Wert und der Plasmalipidspiegel von Diabetes mellitus Typ 2-Patienten 60 Minuten nach der letzten Saftaufnahme gemessen.

Eine sehr gute Zusammenfassung und weitere Erläuterung dieser und weiterer Studien finden Sie hier:
http://www.vitalityweb.de/2011/01/wissenschaftliche-studien-uber-die-wirkung-der-aronia/

Auswirkung von Anthocyanidinen und Procyanidinen der Aronia auf menschliche Krebszellen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22846076

Prävention

Primär sollte die Aronia nicht erst beim Heilprozess ihre Wirkung entfalten dürfen. Handeln Sie vorausschauend und nehmen sie die wertvollen Powerstoffe der Aronia bereits, bevor es Ihnen schlecht geht. Viele Vitamine der Aronia kann der Körper nicht selbst produzieren. Diese können nur über ihre Nahrung aufgenommen werden. Aber hierbei gilt: Viel hilft nicht gleich viel, denn der Körper „speichert“ das Zuviel an Vitaminen nicht ab, um es in schlechteren Zeiten wieder abzurufen. Vielmehr sollten Sie lieber ihrem Körper kontinuierlich eine Vitaminzufuhr gönnen. Schon 100ml des Aronia Muttersafts am Tag reichen aus, um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken und lästigen Erkältungen aktiv vorzubeugen.
Aber nicht nur dafür ist die kleine Wunderbeere gut. Durch ihre gefäßschützende Wirkung kann durch die überdurchschnittliche Anzahl an Polyphenolen die Aronia Herz-Kreislauferkrankungen sehr effektiv vorbeugen. Laut mehreren Studien ist es mittlerweile allgemein anerkannt, dass die sekundären Pflanzenstoffe, die so zahlreich in der Aroniabeere enthalten sind, eine nachweislich positive Wirkung haben und den oxidativen Stress deutlich verringern können, indem sie die freien Radikale unschädlich machen.

Anti Aging

Wegen des hohen Polyphenolgehalts und dessen schützender Wirkung auf die menschliche Zellstruktur, wird die Aronia als ein wahrer Jungbrunnen bezeichnet. Der enorme Gehalt an Anthocyanen in der kleinen Wunderbeere landet ungefiltert im Muttersaft oder auch in den Tresterprodukten, wie z.B. Aronia Tee oder Müsli. Die regelmäßige Zufuhr an diesen sekundären Pflanzenstoffen (oft auch als bioaktive Pflanzenstoffe bezeichnet) schützt, laut dem Ergebnis mehrerer Studien, die Zellen vor oxidativem Stress und hält somit den kompletten Körper jünger. Diese Auswirkung kann man auch auf der Haut erkennen, nach der Behandlung mit Kosmetika aus der Aronia.

Stärkung des Immunsystems

Forscher haben mittlerweile herausgefunden, dass unser Immunsystem in seiner schützenden Wirkung positiv beeinflusst werden kann durch einen höheren Vitamin-C-Gehalt im Blut. Zudem kann eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse, das reich ist an den immunstärkenden Polyphenolen, das angeschlagene Immunsystem wieder auf Vordermann bringen bzw. es gar nicht zu einer „Delle“ in unserem Abwehrschild kommen lassen. Die Aronia hat diese ungeheure Menge an Polyphenolen, die so wichtig sind für unser Immunsystem. Bereits 100ml des Aronia Muttersafts am Tag oder ein paar Kapseln aus gemahlenem Trester, helfen uns dabei das Immunsystem positiv zu beeinflussen.