Der Langlebenhof

Der Langlebenhof in Passau

Als Herr Dorn vor fünf Jahren den Langlebenhof in Passau erwarb, dachte wohl niemand außer ihm, dass hier einmal ein Behindertenwohnheim und eine erfolgreiche Saftproduktionsstätte für Aroniasaft entstehen würden. Die vernachlässigten Gebäude waren seit einiger Zeit nicht mehr in Gebrauch und ahnten nicht, dass sie bald wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen würden.

Nur die einzigartige Lage im zentrumsnahen Stadtteil Hacklberg und die überwältigende Aussicht vom Langlebenhof, konnten einem neutralen Betrachter eine Ahnung davon verschaffen, was hier einmal möglich sein würde. Doch unser Gründer, Herr Dorn hatte seinen Traum im Kopf und er ließ nicht locker. Er wollte seinen beiden beeinträchtigten Söhnen ein schönes, behütetes zu Hause bieten. „Sie sollten in der Gemeinschaft mit anderen seelenpflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen“, sagt Herr Dorn. Dies ist jetzt endgültig gelungen. Der Langlebenhof beheimatet derzeit sechs Bewohner, die von ausgebildeten Heilerziehern mit Liebe und Freude versorgt und gefördert werden.

Doch Herr Dorn wäre nicht der, der er ist, wenn er das soziale Projekt nicht mit einer Prise Wirtschaftlichkeit ausgestattet hätte. Als ehemaliger Bauunternehmer wusste er, dass es immer besser ist einen Plan B in petto zu haben. Und so kam ein Jahr nach dem Kauf des Langlebenhofs die erste Aroniaplantage auf das Gelände. „Für die allerersten Pflanzen haben wir die Löcher noch selbst mit der Schaufel gegraben“, sagen mit einem Schmunzeln Herr Dorn und sein Schwiegersohn Viktor Merklinger, der seit Ende letzten Jahres die Geschäftsführung des Langlebenhofs übernommen hat.

Sie sollen in der Gemeinschaft mit anderen seelenpflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen.

Die Idee und der Glaube an den Erfolg der Aroniabeere verfestigten sich mit jeder medizinischen Studie und mit jeder berichteten Erfahrung von Freunden und Bekannten zu dieser wunderbaren Pflanze. So unscheinbar sie aussieht, so groß ist die Wirkung, die in diesem winterharten Gewächs steckt. „Die Pflanze braucht einfach nichts. Sie kommt sehr gut selbst zurecht und gibt diese Robustheit auch an den Menschen weiter“, sagen die beiden immer wieder. Mit den Jahren kamen deshalb immer mehr kleinere Plantagen rund um Passau dazu. Doch eines sollte dieses Projekt niemals werden: eine Monokultur, durch die die anderen Pflanzen um die Aronia ins Hintertreffen geraten würden. Der Zufall wollte es so, dass gerade zu diesem Zeitpunkt ein erfahrener Demeter-Landwirt sein Leben umgekrempelt hatte. Diesen alteingesessenen Bauern konnte Herr Dorn für seine Vision gewinnen und so sind alle Plantagen, die zum Langlebenhof gehören Demeter zertifiziert und bieten somit den Grundstoff für einen milden, kraftspendenden Zaubertrunk – den Aroniasaft vom Langlebenhof.
Die Demeter Philosophie vom kompletten Verzicht auf Pestizide und Herbizide bringt es auch mit sich, dass man ab März das Team vom Langlebenhof immer wieder mal zwischen den Reihen ihrer Aroniaplantagen begegnet. Sie hacken dann geduldig das Unkraut zwischen den Reihen mit der Hacke aus: „Das tut dem Boden gut, der es an die Pflanze weitergibt und das schmeckt man dann im Saft! Da sind wir uns sicher!“.

Die Pflanze braucht einfach nichts. Sie kommt sehr gut zurecht und gibt diese Robustheit auch an den Menschen weiter.

Die Idee gelang schließlich zur Marktreife und der Aroniasaft schlug im Raum Passau ein wie eine Bombe. Innerhalb von drei Monaten war die komplette Jahresernte des Jahres 2014 ausverkauft. „Jetzt heißt es warten bis die Natur uns wieder beschenkt. Ab September rechnen wir dieses Jahr mit einer guten Ernte und freuen uns schon auf den neuen Jahrgang. Diesmal werden wir auch unsere Produktpalette um andere Aroniaprodukte erweitern und die Bewohner unseres Wohnheims noch mehr einbinden.

 

Artikel, Stand Sommer 2015

 

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